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Praxisbeispiel · Luksch GmbH · Installateur, Oberösterreich

Meine besten Leute stehen kurz vor der Kündigung — und ich weiß nicht, warum.

Drei Schlüsselkräfte auf dem Sprung. Gute Auftragslage. Und trotzdem das Gefühl, dass dir der Betrieb unter den Händen zerläuft.

Wenn ein guter Mann geht, fragen die meisten Chefs zuerst nach dem Gehalt. Falsche Frage.

Roman Luksch hatte volle Auftragsbücher und drei Leute, die er sich nicht wegdenken konnte — fachlich wie menschlich. Genau die standen kurz davor, zu kündigen. Das Geld stimmte. Die Arbeit war da. Und trotzdem zog es sie raus. Diese Frage sieht aus wie ein Personalproblem. In Wahrheit ist sie fast immer ein Strukturproblem, das sich als Personalproblem verkleidet.

Vorher


Volle Auftragsbücher, und niemand kam zur Ruhe.

Von außen lief der Laden. Von innen war es Chaos. Über 100 verschiedene Insellösungen — jeder hatte sich seinen eigenen Weg gebastelt, weil ein gemeinsamer fehlte. Das kostete jeden Mitarbeiter ein bis zwei Stunden. Täglich. Nicht einmal, sondern jeden einzelnen Tag.

Niemand wusste genau, wofür er zuständig war und wofür der andere. Also landete am Ende alles auf einem Schreibtisch — seinem. Dazu Teamkonflikte, die niemand offen aussprach, aber die jeder im Bauch spürte. Die vergifteten das Klima leise und konstant. Und mittendrin drei Schlüsselkräfte, die das nicht mehr lange mitmachen wollten. Roman wusste, dass sie wackelten. Er wusste nur nicht, warum — und schon gar nicht, was er dagegen tun sollte.

Was ich gemacht habe


Erst verstehen, was wirklich los ist. Dann erst handeln.

Über sechs Monate lief das FOKUS-Programm. Kein Workshop-Theater, sondern in dieser Reihenfolge:

1. Tiefenanalyse

Quantitativ gemessen über das Werkzeug PERSENTIS, qualitativ in vertraulichen Vier-Augen-Gesprächen. Die Messung zeigt, wo es klemmt. Die 1:1-Gespräche liefern das, was in keiner Runde gesagt wird — der eigentliche Schmerz kommt nie im Plenum auf den Tisch.

2. Strategie mit der Geschäftsführung

Aus dem Befund wurde eine klare Linie: welche Rollen es braucht, wer wofür gerade steht, welche Konflikte zuerst aufgelöst werden müssen. Entschieden am Tisch mit Roman, nicht über seinen Kopf hinweg.

3. Umsetzung — Schwerpunkt Führungskräfte

Die über 100 Insellösungen wurden auf eine zentrale Software zusammengeführt. Zuständigkeiten wurden benannt, sodass jeder seine Rolle aussprechen kann. Und die schwelenden Konflikte wurden geführt — nicht ausgesessen. Getragen wurde das von den Führungskräften, damit es hält, wenn ich wieder weg bin.

Nachher · nach sechs Monaten

Die Zahlen, die der Betrieb selbst gemessen hat.

60+ Std. pro Woche eingespart — durch Prozessbereinigung und klare Zuständigkeiten
0 Kündigungen — alle 3 Schlüsselkräfte engagiert an Bord
unter 10 % Anteil Gestresster — vorher 60 %, in sechs Monaten gedreht
100 % der Mitarbeitenden können ihre Rolle klar benennen — vorher konnten es 70 % nicht
−80 % Abstimmungsaufwand — 100+ Insellösungen auf eine zentrale Software reduziert
0 laufende Teamkonflikte — 4 schwerwiegende aufgelöst
„Wir hatten drei Leute, die uns gefehlt hätten wie ein Loch im Kopf — die standen kurz davor zu gehen. Nach sechs Monaten sind alle drei noch da, das Klima hat sich gedreht, und mein Schreibtisch ist nicht mehr der Endpunkt für alles.“ — Roman Luksch, GF Luksch GmbH

Das Muster dahinter


Deine Zahlen sind andere. Das Muster ist dasselbe.

Wenn gute Leute gehen, obwohl Gehalt und Bedingungen stimmen, liegt es fast nie am Geld. Es liegt an unklaren Rollen, an ungelösten Konflikten, die niemand anfasst, und an einem Chef, bei dem alles als Endpunkt landet.

Das Tückische daran: Von außen sieht so ein Betrieb gesund aus. Volle Auftragsbücher, Umsatz passt. Genau deshalb wird das eigentliche Problem so lange übersehen, bis der Erste kündigt — und der Zweite dann von allein nachzieht. Wer wissen will, was diese unklare Führung im eigenen Betrieb tatsächlich kostet, kann das vorab grob durchrechnen: im Führungskosten-Rechner.

Sieh dir an, wie dasselbe Muster in anderen Betrieben aussieht — in den weiteren Praxisbeispielen. Die Branche wechselt, der Mechanismus bleibt.

Welche deiner besten Leute wackelt gerade — und würdest du es merken, bevor die Kündigung auf dem Tisch liegt?

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